Der FC Ahnig mit ahnig


Blog-Nr. 490



Er weiss, wie Ronaldo, 41, jubelt, und er, ein Zweitklässler, 7 vielleicht, schiesst ein Tor und jubelt wie sein Jubel-Vorbild. Sie heissen FC Messi, keiner heisst Lionel, aber sie spielen wie Messi und schiessen in fünf Spielen 28 Tore. Sie heissen auch FC Bratwurst oder FC Kein Ahnig, doch sie haben viel ahnig und gewinnen das erste Spiel 5:0, und auch die Vollpfosten, es sind Mädchen, jubeln.

Der Trainer für einen Sonntag ist der Vater von einem Kind, von Hugo, und er ist jetzt Yakin, eine modische Brille trägt er auch, er heisst Ola, ist Schwede, er trägt ein Argentinien-Leibchen, und die Schüler sitzen gehorsam in einer Reihe auf der Tribüne und hören ihm aufmerksam zu, Teamsitzung. Einer spielt mit dem Handy in der Hand, wahrscheinlich ist das Handy sowieso an seine Hand angebunden, vielleicht überträgt er live auf Tiktok. 

Der Vater eines Kindes ist Trainer

Die Tribüne ist voll, mit Spielern, Mütter, Vätern, Nonnos und Nonni oder einfach auch Patchwork-Familien, Fussball vereint für ein paar Stunden. Einer schiesst auch ein Tor, und er schaut sogleich zum Spielfeldrand, und dort steht der Schulschatz, und ein Kusshändchen fliegt durch die sommerliche Luft. Er lächelt, sie lächelt.

117 Teams, über 1000 Spielerinnen und Spieler

Fussball, nicht WM, das Schüeli in Küsnacht bei über 30 Grad, 117 Mannschaften, über 1000 Schülerinnen und Schüler, der Infantino ist der Präsident des Fussballclubs, und der schaut morgens um acht, dass alles am richtigen Ort ist, die Nacht war kurz gewesen, er hatte am Abend zuvor seine übrigen Funktionäre ins Festzelt eingeladen, es wurde auf vieles angestossen.

Schüelis sind auch für Erwachsene ein Fest.


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Nächste musikalische Lesung:
Sonntag, 29. November, 11 Uhr
Immobilienwerkstatt, Küsnacht


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