Wenn Zürich erwacht
Blog-Nr. 489 Den Wecker gestellt auf 03.30 Uhr. Mit der roten Vespa in die Stadt gefahren, die noch gar nicht erwacht, einfach still ist, (fast) keine Autos, kein Tram, keine Rotlichter, niemand auf der Strasse. Das Bellevue leer. Nur das Surren des Vespa-Motors. Ein schöner Moment, allein in der grossen Stadt, «Il est cinq heures, Paris s’éveille», das Lied von Jacques Dutronc kommt in solchen Momenten immer in den Sinn, es beschreibt die Poesie einer Stadt im Morgengrauen, die Verliebten sind erschöpft, die Strassenarbeiter mit Besen unterwegs. Aber viele solche Momente kenne ich ja gar nicht. Um halb vier morgens schlafe ich meistens, oder will schlafen und kann nicht. Oder träume vielleicht. Nicht jetzt, an diesem Freitagmorgen. Den Wecker gestellt (und beinahe nicht gehört) wegen Schweizern, die Fussball spielen. Warum das? Zwei «Spanier» vor dem «Vior» und Kobel und Xhaka Als ich die Vespa parkte bei der Löwenstrasse vor dem Club «Vior», in dem sie abends zuvor noch mit Salsa dur...