Der letzte Ball
Blog-Nr. 493 Ja, doch mehr gesehen, als ich gedacht hatte, es war auch besser, als wir erwartet hatten, manches nicht so, wie befürchtet, wenn man den Mann in Orange wieder mal ausblendet, mit seinem Anruf bei seinem Best Friend «Johnny» Infantino, und diese unsägliche Halbzeitshow im Final. Wir lernten Fussballer aus Kap Verde kennen, ihren Torhüter, Vozinha ist sein Spitzname, «Kleine Oma», 40jährig, vereinslos, auf Instagram folgen ihm nicht mehr 5000, sondern 30 Millionen, und es gab Tage, besser: Nächte und Spiele, da erwachte ich am Morgen, sah das Resultat und den Spielverlauf und dachte: Es wäre so schön gewesen, dieses Spiel live zu erleben. Aber ich schlief. Was bleibt nach fünf langen Wochen? Einiges. Da ist Lionel Messi. Er stand bei dieser, wohl seiner letzten Weltmeisterschaft, unter Denkmalschutz, aber er zeigte in vielen Momenten noch einmal, dass Fussball manchmal Poesie sein kann. Zuletzt, nach einem himmeltrauriglangweiligmiesen Final (wegen den Argentiniern), bliebe...