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Verliebt auf Hydra!

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Blog-Nr. 484 Verliebt. Eine Frau seit 30 Jahren immer wieder mal irgendwo gesehen. Nie mit ihr geredet. Nie berührt. Nur immer wieder geträumt von ihr.  So war es. Mit diesem Ort. Dieser kleinen Insel. Und der Geschichte zu dieser Insel. Die auch mit einer Liebe zu tun hat. Mit der Liebe, die Leonard Cohen dort fand, mit seiner Marianne. Sie hielt nicht ewig. Aber sie war eine Liebe fürs Leben. «So long, Marianne». Deshalb nach den Texten noch diese Fotogeschichte. In 28 Bildern. Über Hydra. Mit der Ankunft in Athen und dort dem Ende der Reise.   1. Damals, Leonard Cohen und seine Marianne im Hafen von Hydra 2. Athen: Die Insel ist nahe 3. Noch eine Ecke mit der Fähre 4. Schöner als im Traum 5. Die erste Katze (von ganz vielen) 7. Der erste Esel (von vielen)   8. The Pirate Bar, wo auch Cohen immer sass 9. Und abends manchmal Gitarre spielte 10. Seine Gasse hoch oben 11. Und dann: Das Haus von Cohen 12. Sein Film, im Freiluftkino 13. Und immer wieder Katzen 14./15. Und si...

Platz mit Aussicht

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Blog-Nr. 483 Es gibt das imposante Bernabeu mitten in Madrid, das Camp Nou in Barcelona wird ein Bijou, wenn es einmal fertig ist, das Wembley schrieb Geschichte, das Aztekenstadion in Mexico-City wird immer mit Diego in Verbindung bleiben, die Allianz Arena in München ist manchmal ein Wohnzimmer, dem ehrwürdigen San Siro in Mailand werden wir bald nachtrauern müssen. Es gibt wunderbare Stadien und Fussballplätze auf dieser Welt, einige sind mit Erinnerungen verbunden. Und es gibt die Plätze, die manchmal mehr ein Acker waren, irgendwo auf dem Lande oder in einem Quartier, auf denen wir an einem Samstagmorgen bei Nässe und Kälte und auch Schnee und vor null Zuschauern kickten. Ich liebe Fussballplätze, suche sie gerne auf Reisen, werde manchmal wehmütig, wenn ich übers Land fahre, sie sind jetzt oft eine grüne und gepflegte Wiese, und wenn ich zwei Tore sehe und denke, wie schön wäre es, noch ein Spiel, ein letztes, ich habe ja mein letztes nicht gespielt, weiss wenigstens nicht, wann...

Auf Leonards Spuren

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Blog-Nr. 482 Mit dem Gefühl durch die engen Gassen gelaufen, immer wieder die Treppen, die vielen, vielen hoch, er komme gleich um die Ecke, mit seiner Gitarre umgehängt, vielleicht gar spielend und singend, oder dann Händchen haltend mit seiner Marianne und verliebten Blicken.  Oder er sitze unten am Hafen, in der Taverne O Pirates, wo er oft sass, manchmal spielte, manchmal etwas aufschrieb, spät nachts Ouzo trank, oder im Café O Katsikas, so hiess es früher, es soll einst auch ein Lebensmittelgeschäft gewesen sein, hier hatte er seine Marianne erstmals gesehen, diese schöne blonde Norwegerin. Und sich sogleich verliebt. So flaniere ich durch Hydra, und als ich ankam vor ein paar Tagen, war es wie ein nach-Hause-kommen, obwohl es noch nie ein Zuhause war, aber die Bilder im Kopf, alles, was ich gelesen und gehört hatte – und es war viel –, es war genauso. Hydra ist wie ein riesiges Gemälde. Und eben hier wegen ihm, und jetzt mit dem Gefühl, er sei doch immer noch auf der Insel, o...

Dunkle Nacht

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Blog-Nr. 481 Die Planung war schlecht. Nein, natürlich, es war ja ein Traum, endlich auf diese Insel. Und wer denkt im Winter daran, dass Ende Mai, wenn man Sonne und die Badi oder gar das Meer im Kopf und irgendwo einen Negroni in der Hand hat, wieder Winter ist. Wenigstens sportmässig. Und so sitze ich da. Vor mir die Schiffe im Hafen, die Sonne, die am Horizont langsam untergeht, der Himmel, der sich nächtlich blau verfärbt, die Esel, die darauf warten, irgendwelche Koffer oder sonst was die steilen Wege und Treppen hinauf zu tragen, die Katzen, die vielen Katzen, die müde sind vom Tag und es sich auch auf Stühlen in den Tavernen bequem machen, die flanierenden Menschen in kurzen Röcken und Hosen, die Boote, die ankommen und wegfahren. Sitze da und habe meinen Laptop vor mir. Und denke, es wäre ja schön, jetzt in der Swiss Life Arena in Altstetten in Zürich, als einer von Zehntausend in Rot, oder zu Hause vor dem Bildschirm. Aber ist es doch noch viel schöner, ein Glas Rosé neben de...

Endlich da: Hydra

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Blog-Nr. 480 Erstmals einen Song von ihm wahrgenommen in den siebziger Jahren. Ein erstes Konzert wohl in Basel, vielleicht in Montreux, ja, ich glaube, es war am Genfersee beim Jazzfestival. Auf der Piazza San Marco in Venedig erst später, es regnete damals den ganzen Tag bäche- oder kanäle-voll, wir mussten über provisorische Holzstege zum Platz, aber es war wunderbar, wir völlig durchnässt. Und Barcelona. Und Wien, klar in Zürich, mehrmals, zweimal Kongresshaus, sonst im Hallenstadion, Mailand, Stassburg, Lörrach, es war ein Open-Air, Genf, München, Berlin. Viele Male. Er stets mit dreiteiligem Massanzug, meistens Krawatte, dunklem Fedora-Hut, den er jeweils vom Kopf und vor seine Brust nahm, sich vor dem Publikum verbeugte, niederkniete, irgendwie demütig, etwas verlegen, fast schüchtern, aber immer würdevoll, und sich so bedankte. Mit warmen Worten. «I Tried to Leave You» sang er zuletzt bei seinen Konzerten meist, das Mikrofon fest in seine Hände gedrückt, so möchte man alt werd...