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Es werden Posts vom April, 2026 angezeigt.

Nur ein Thema

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Blog-Nr. 471 Im  «Bohemia» beim Kreuzplatz in Zürich bringt Toni am Morgen den Espresso an den Tisch und sagt lachend: «Hast du es gestern gesehen?» Am Nebentisch hat einer die Frage gehört und sagt: «Noch nie so etwas erlebt.» Eine Frau daneben, ich weiss, anderes im Leben interessiert sie weit mehr, sagt: «Ich habe es kaum mehr ausgehalten.» Einer hat schon am Abend zuvor, kurz vor Mitternacht, geschrieben, und ich weiss, dass er jene, die jetzt zwar verloren haben, sich aber trotzdem als Sieger fühlen, gar nicht mag, um es sanft auszudrücken: «Es hat sogar mit ihnen Spass gemacht.» Einer schreibt jetzt, er schaut wohl Fussball seit Fussball am Fernsehen zu sehen ist, und zwischendurch sagte er auch, jetzt möge er diesen Sport und den damit verbundenen Wahnsinn und den Auswüchsen nicht mehr sehen, um dann doch wieder alles zu schauen: «So etwas habe ich noch nie gesehen.» Und ein Freund, er hat bei seinem Klub seit Jahrzehnten eine Saisonkarte und verpasst kaum ein Spiel seiner R...

Nächste musikalische Lesung

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Liebe Freundinnen und Freunde, In einer Woche lesen und und spielen wir wieder,  Kolumnen, auch Texte von früher, Gedichte und Songs u.a. von Dylan, Cohen, Springsteen, Mani Matter oder Stiller Haas. Auch einen ganz alten Text über Fredy Bickel, wie er damals am Telefon zu Heino wurde. Wenn all die Wetter-Wisser, die Buchelis und Kachelmänner dieser Welt, Recht haben, dann wird es endlich wieder sommerlich-sonnig, also ideal: Erst ein Apero draussen im Garten, dann die musikalische Lesung, dann das Abendessen im wunderbaren Gasthof: – Am 23. Mai 2026,  es ist der Pfingstsamstag (Reise in den Süden lohnen sich also nicht, Stau...) – An einem besonderen Ort: Im Gasthaus zum weissen Rössli in Mettmenstetten im Säuliamt. Es gibt noch ein paar wenige Tickets (Anmelden unten). – Mit besonderen Gastgebern: Regula Esposito (als Künstlerin: Helga Schneider) und Fredy Bickel (Fussball). – Ab 18 Uhr, also bliebe nachher genügend Zeit, die Kochkünste im schönen Gasthaus zu geniesse...

Schwarz-weiss

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Blog-Nr. 470 Es geht nicht um die Frage, ob es richtig war, Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer zu entlassen (es gab, nach allem, keine andere Möglichkeit mehr). Es geht nicht um die Frage, wie schlimm es ist, dass der grundsätzlich sich-nicht-impfen-wollende-Fischer dieses gefälschte Covid-Zertifikat damals erkauft hatte (er hätte andere Möglichkeiten gehabt, nach Peking zu olympischen Winterspielen zu gehen). Es geht nicht um die Frage, welche Rolle der Verband spielte (eine nicht sehr glückliche). Es geht nicht um die Frage, welche Rolle dieser SRF-Journalist spielte (eine fragwürdige). Es geht nicht um die Frage, weshalb Fischer dieses amateur- und unvorteilhafte Video als Erklärung in die Welt setzte (völlig unnötig). Es geht nur um das: Ein Mensch, in diesem Fall ein Eishockeytrainer mit grossen Qualitäten, mit grossen Erfolgen, der immer auch gelobt und bewundert wurde, weil er andere Wege geht, weil er nonkonform ist, weil er zu vielem im Leben eine andere Sichtweise hat,...

Kinder des Krieges

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Blog-Nr. 469 Symbolbild Es war eine lange Kolonne, die da über den Fussgängerstreifen lief, auf der Mühlebachstrasse im Kreis 8 in Zürich, es war ein sonniger Morgen in diesem Frühling. 12 oder 15 Kinder, wohl vierjährig, sie gaben sich die Hand, jedes trug einen kleinen Rucksack, alle blau, irgendwelche Figuren drauf, wohl ein Sandwich drin und etwas zu trinken, sie trugen gelbe Westen, und alle hoben die Hand, lächelten eher schüchtern, und bedankten sich winkend beim Autofahrer. Wohl eine Kindergartenklasse oder eine Kita, zuvorderst und zuhinterst eine erwachsene Person, die Kinder schwatzten miteinander oder blickten zu den Bäumen, rosa leuchteten die Kirschblüten, schön war die Welt, ihre Welt. Vielleicht war es die gleiche Klasse, die einige Wochen zuvor, es war noch Winter, mittags kurz nach halb zwölf ins Totò gekommen war, kurz vor der vorübergehenden Schliessung des Ristorante. Auch damals kamen sie in einer lange Kolonne hereinspaziert, auch damals mit ihren Rucksäcken, abe...

Welt im Umbruch

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Blog-Nr. 468 Eine Espresso-Kolumne* Luca steht da. Ein Gerüst mit dunkler Abdeckung ist rund um das Haus aufgebaut, ein hoher Kran daneben, Handwerker wirbeln umher, und es gibt keine Eingangstür mehr, alles ist zugedeckt. Der Elfer, längst nicht mehr der Zweier oder Vierer, fährt eben vorbei. Er schaut nochmals hoch, er steht am richtigen Ort auf der Lindenstrasse bei der Tramhaltestelle Höschgasse, nebenan, wo einmal das Restaurant Iroquoi war, sieht es auch anders aus, ein anderer Name, Khouris , steht über der Tür, rötlich gefärbt. Und jetzt kommen zwei entgegen, zwei, die Luca kennt, zwar nicht gut, aber sie sassen auch immer im Lokal, das es offenbar nicht mehr gibt. Sie sind ebenfalls irritiert, blicken den blauen Kran an. Sie sind eben aus Südafrika zurück, haben dort wie jedes Jahr überwintert und kennen jeden Golfplatz. Nachdem sie in Kloten gelandet sind, wollen sie hier, an ihrem gewohnten Ort,  es ist jetzt morgens um neun Uhr, einen kurzen Halt machen und etwas trinke...