Verloren
Blog-Nr. 451 Einmal Wawrinka, einmal Odermatt* Der eine holte zuletzt zwei Bierdosen aus seiner Tasche und prostete dem Turnierdirektor zu. Der andere versteckte sein Gesicht, den Kopf lange auf die Skistöcke gestützt. Verloren. Der eine hatte feuchte Augen, wurde gefeiert, feierte selber, genoss einfach den Moment. Der andere hatte einen leeren Blick, wäre am liebsten sofort verschwunden, hätte gerne mit niemandem sprechen müssen. Der eine verabschiedete sich aus Melbourne, vom ersten grossen Tennisturnier des Jahres, nie mehr wird er dort spielen. Der andere stand wieder auf dem Podest, zum 100. Mal in seiner Karriere, und er wird wieder nach Kitzbühel zurückkehren. Verloren. Der, der Abschied nahm, hatte auch schon viel und viel Grosses gewonnen und jetzt nochmals gezeigt, wie grossartig er ist. Der, der so abgrundtief enttäuscht war und bei der Ehrung der Besten weinte, gewinnt fast immer. Aber weiterhin nicht die Abfahrt auf der Streif. Wegen sieben Hundertstelsekunden....