Sommertanz
Blog-Nr. 499
Manchmal, und manchmal ist ja oft, ist eigentlich immer in diesem verschwenderischen Sommer mit den stets gleichen Tagen, Abenden und lauen Nächten, dem Himmel, der fast immer nur eine Farbe kennt, und der Sonne, die verschwindet und wiederkehrt, immer dieselbe, nur der Mond nimmt zu und ab, und doch denkt man manchmal, vielleicht sogar fast immer: Es gibt Augenblicke, da möchte man, dass das Auge den Anblick gar nicht mehr loslässt, ihn einfriert, festhält.
Vielleicht, weil man selbst im Herbst des Lebens steht, will man, dass der Sommer ewig bleibt.
Das flirrende Licht erinnert an Bilder von Claude Monet, den Maler des Lichts und des flüchtigen Augenblicks: Menschen auf Stühlen im Sand am Meer oder in einem Klappstuhl am Fluss, «L’été», die Frau im Kornfeld, neben ihr ein Sonnenschirm, Boote im Wasser, und natürlich seine Seerosen – Blau und Gelb, ganz Sommer. Monet malte mit zarten Pinselstrichen Momente im Wandel und immer in der Natur, aber wir wollen, dass es bleibt, wie es ist.
Der Sommer ist wie ein Tanz von Verliebten, Elvis singt «Can’t Help Falling in Love» oder Adele «Someone Like You» – die Sehnsucht ist letztlich gleich: romantisch, endlos, wie dieser Sommer.
Ein Sommer wie eine Rose, die niemals welkt.
«Long, Long, Summer» von Element of Crime (YouTube-Video)
Nächste musikalische Lesung:
Sonntag, 29. November, 11 Uhr
Immobilienwerkstatt, Küsnacht
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