Stolz mit Medaille
Blog-Nr 463
Viele trainieren, seit sie irgendwo in diesem Winter, der vielerorts kein Winter war, Schnee gefunden haben. Andere sind am Tag zuvor einige wenige Kilometer gelaufen, um wieder das Gefühl zu bekommen, wie es ist, so mit Skis unter den Füssen und Stöcken an den Händen.
Sie kommen von überall her.
Oder sie sind wie Stefan, er hat seit Kindertagen eine Einschränkung seiner kognitiven Fähigkeiten, er liess sich am Sonntag zwar schon um sechs Uhr morgens wecken und ging im Hotel frühstücken, als es im Engadin noch dunkel war, und trotzdem kam er in grosse Zeitnot, der Bus zum Start in Maloja fuhr ihm in Sils noch vor der Nase weg. Er kam zu spät, eigentlich zu spät, sie liessen ihn aber starten, und er lief den Halbmarathon, 21.7 Kilometer, in etwas mehr als vier Stunden.
Und er war nachher so stolz, er trug seine Medaille um den Hals, bis er ins Bett ging. Glücklich, wie alle, die das Ziel erreicht haben, nach halber Strecke in Pontresina oder nach 42 Kilometern in S-chanf. Aber vielleicht war er noch stolzer als alle anderen.
Es ist nur eine von vielen Geschichten des 56. Engadin-Skimarathons. Und Stefan redet jetzt schon vom 14., einem Sonntag im März 2027, dem 60. dann, seinem Zehnten. Mit leuchtenden Augen.
Sie sind jung und alt, 14 die jüngsten, um die 90 die ältesten, eine 89-Jährige aus Klosters ist immer dabei, seit es den Anlass gibt, seit 1969.
Über 13 000 sind es auch diesmal.
Einige sind dünn wie Langlauflatten, andere keuchen, weil ihre Skis doch recht viele Kilos zu viel tragen müssen. Frau und Mann, Jugendliche und Veteranen, und jeder, dünkt einem, wenn man ihnen zuschaut, wieder in einem anderen Laufstil. Einige kostümiert. Manche verbissen (vor Anstrengung). Andere dauerlächelnd (in der Frühlingssonne), zwischendurch winkend, gar tanzend, weil an einigen Orten Musik durch Lautsprecher ertönt.
Über 13 000 sind es auch diesmal.
Einige sind dünn wie Langlauflatten, andere keuchen, weil ihre Skis doch recht viele Kilos zu viel tragen müssen. Frau und Mann, Jugendliche und Veteranen, und jeder, dünkt einem, wenn man ihnen zuschaut, wieder in einem anderen Laufstil. Einige kostümiert. Manche verbissen (vor Anstrengung). Andere dauerlächelnd (in der Frühlingssonne), zwischendurch winkend, gar tanzend, weil an einigen Orten Musik durch Lautsprecher ertönt.
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| Auch so unterwegs |
Sie kommen von überall her.
Oder sie sind wie Stefan, er hat seit Kindertagen eine Einschränkung seiner kognitiven Fähigkeiten, er liess sich am Sonntag zwar schon um sechs Uhr morgens wecken und ging im Hotel frühstücken, als es im Engadin noch dunkel war, und trotzdem kam er in grosse Zeitnot, der Bus zum Start in Maloja fuhr ihm in Sils noch vor der Nase weg. Er kam zu spät, eigentlich zu spät, sie liessen ihn aber starten, und er lief den Halbmarathon, 21.7 Kilometer, in etwas mehr als vier Stunden.
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| Verspätet durch Sils an den Start: Stefan |
Und er war nachher so stolz, er trug seine Medaille um den Hals, bis er ins Bett ging. Glücklich, wie alle, die das Ziel erreicht haben, nach halber Strecke in Pontresina oder nach 42 Kilometern in S-chanf. Aber vielleicht war er noch stolzer als alle anderen.
Es ist nur eine von vielen Geschichten des 56. Engadin-Skimarathons. Und Stefan redet jetzt schon vom 14., einem Sonntag im März 2027, dem 60. dann, seinem Zehnten. Mit leuchtenden Augen.
| Unfreiweiliger Stopp |
Nächste musikalische Lesungen:
23. Mai, 18 Uhr, Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten
Anmeldungen (es hat noch knapp 20 Plätze):
Wer nachher Essen mag (sehr zu empfehlen)
29. November, 11 Uhr, Wieder Immobilienwerkstatt, Küsnacht
Anmeldungen
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