Begegnungen
Blog-Nr. 462
Sie kannten sich nicht, sie in einem Liegestuhl am See beim Utoquai nahe dem Restaurant Fischerstube, er kam daher gelaufen, um die 30 wohl beide, sie ganz in schwarz, er in einem auffallend blauen Anzug, weisses Hemd.
Sie kannten sich auch nicht, bellten zuerst, ein freudiges lautes Bellen, wie ein gegenseitiges Hallo; und sie und er, sie im Liegestuhl und er, jetzt stehenbleibend, schauten sich an – eben, weil sie bellten. Und sich neugierig beschnupperten und bald dem anderen hinterher rannten, mal der eine dem anderen, dann der andere dem einen, wie ein wilder Tanz, um Stühle und Tische herum und bald auf dem Kiesplatz, zwischendurch erneut ein Bellen, leiser jetzt, sie wirkten nun vertraut.
Sie kannten sich auch nicht, bellten zuerst, ein freudiges lautes Bellen, wie ein gegenseitiges Hallo; und sie und er, sie im Liegestuhl und er, jetzt stehenbleibend, schauten sich an – eben, weil sie bellten. Und sich neugierig beschnupperten und bald dem anderen hinterher rannten, mal der eine dem anderen, dann der andere dem einen, wie ein wilder Tanz, um Stühle und Tische herum und bald auf dem Kiesplatz, zwischendurch erneut ein Bellen, leiser jetzt, sie wirkten nun vertraut.
Ein Tanz in der Familie, denn er oder sie – oder vielleicht waren es zwei er’s oder sie’s – sahen aus, als wären sie Zwillinge, gleiches Aussehen, gleich gross, gleiche Farbe, gleiche Spiellust.
Sie im Liegestuhl war jetzt aufgestanden und wechselte mit ihm im Anzug stehend ein paar Worte, über das Alter der beiden Tanzenden, elf Monate hörte ich, und dann liefen sie einige Schritte weg, den beiden verspielt Tanzenden hinterher, bis sie dann wieder alleine zurück kam, nur noch mit ihrem. Er im Anzug war mit seinem gegangen, stadtwärts, sie sah ihm noch kurz hinterher.
Es sei ein Maltipoo, sagte sie, ich musste googlen, ein beliebter, kleiner Designer-Hybridhund, eine Kreuzung aus Malteser und Pudel, der Charakter sei freundlich, verspielt, sensibel und menschenbezogen.
Er lag jetzt wieder auf dem Boden vor dem Liegestuhl, zufrieden sah er aus. Und ich hörte wie sie, wieder im Liegestuhl, in der einen Hand ein Glas Weisswein, es war früher Nachmittag, es war frühlingshaft, telefonierte, denke, es muss eine Freundin gewesen sein: Er, sagte sie, sie lächelte dabei schmunzelnd, sei sehr sympathisch und gutaussehend gewesen, aber leider wisse sie nicht mehr, als dass er den gleichen Hund wie sie habe.
Die beiden Maltipoos begegneten sich zufällig, beschnupperten sich und gingen wieder auseinander, fröhlich wedelnd.
Hund müsste man sein.
Sie im Liegestuhl war jetzt aufgestanden und wechselte mit ihm im Anzug stehend ein paar Worte, über das Alter der beiden Tanzenden, elf Monate hörte ich, und dann liefen sie einige Schritte weg, den beiden verspielt Tanzenden hinterher, bis sie dann wieder alleine zurück kam, nur noch mit ihrem. Er im Anzug war mit seinem gegangen, stadtwärts, sie sah ihm noch kurz hinterher.
Es sei ein Maltipoo, sagte sie, ich musste googlen, ein beliebter, kleiner Designer-Hybridhund, eine Kreuzung aus Malteser und Pudel, der Charakter sei freundlich, verspielt, sensibel und menschenbezogen.
Er lag jetzt wieder auf dem Boden vor dem Liegestuhl, zufrieden sah er aus. Und ich hörte wie sie, wieder im Liegestuhl, in der einen Hand ein Glas Weisswein, es war früher Nachmittag, es war frühlingshaft, telefonierte, denke, es muss eine Freundin gewesen sein: Er, sagte sie, sie lächelte dabei schmunzelnd, sei sehr sympathisch und gutaussehend gewesen, aber leider wisse sie nicht mehr, als dass er den gleichen Hund wie sie habe.
Die beiden Maltipoos begegneten sich zufällig, beschnupperten sich und gingen wieder auseinander, fröhlich wedelnd.
Hund müsste man sein.
Nächste musikalische Lesungen:
23. Mai, 18 Uhr, Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten
Anmeldungen (es hat noch knapp 20 Plätze):
Wer nachher Essen mag (sehr zu empfehlen)
29. November, 11 Uhr, Wieder Immobilienwerkstatt, Küsnacht
Anmeldungen
fredy.wettstein@gmail.com
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