Grönemeyern
Blog-Nr. 458
Er hüpft.
Er schreit.
Er redet.
Er rennt.
Er singt.
Er geniesst.
Er tanzt.
Er quiekt.
Er wedelt.
Er spielt.
Er grölt.
Er schreit.
Er redet.
Er rennt.
Er singt.
Er geniesst.
Er tanzt.
Er quiekt.
Er wedelt.
Er spielt.
Er grölt.
Er flitzt.
Er twistet.
Er dirigiert.
Er stampft.
Er jodelt.
Er schauspielert.
Er twistet.
Er dirigiert.
Er stampft.
Er jodelt.
Er schauspielert.
Er taumelt.
Er klatscht.
Er säuselt.
Er brüllt.
Er klatscht.
Er säuselt.
Er brüllt.
Er lebt (intensiv).
Er grönemeyert.
Und es war wunderbar. Nach 100 Minuten ging Herbert Grönemeyer am Sonntagabend von der Bühne, die mitten im Zürcher Hallenstadion aufgebaut war, kam zurück, ging wieder, kam wieder zurück, und am Ende waren es fast drei Stunden. Im letzten Lied sang und sprach er vom Mond, der aufgegangen ist, «macht, was ihr wollt, schläft später gut/Vielen herzlichen Dank» heisst es darin, «Tschüss» das letzte Wort. Die Menschen gingen, wohl viele summend, hinaus in die nass-kalte Nacht, es war fast Neumond, kurz nach 23 Uhr.
Neben seiner Band, die seit Jahrzehnten die gleiche ist, sind bei dieser «Mittendrin-akkustisch-Tour» weitere Musikerinnen und Musiker dabei, fünf Streicher und auch ein 20-köpfiger Chor, alle schwarz gekleidet – aber der ganz grosse Chor ist bei ihm das Publikum. «Wenn ich live singe», so Grönemeyer, «dann muss ich ehrlich zugeben, weiss ich manchmal nicht mehr, was da jetzt kommt und dann warte ich, bis das Publikum singt, und dann singe ich ganz kurz hinterher». Er vertone keine Texte, sondern er würde Musik vertexten, schrieb jemand, nur bei einem einzigen von den 33 Liedern am Sonntagabend seien zuerst die Worte da gewesen, sagte Grönemeyer.
Aber die Texte sind eben auch immer wieder typisch-schön-Grönemeyer, wie dieser bei seinem Lied «Sekundenglück»
Im Hallenstadion dauerte das Sekundenglück drei Stunden.
Er grönemeyert.
Und es war wunderbar. Nach 100 Minuten ging Herbert Grönemeyer am Sonntagabend von der Bühne, die mitten im Zürcher Hallenstadion aufgebaut war, kam zurück, ging wieder, kam wieder zurück, und am Ende waren es fast drei Stunden. Im letzten Lied sang und sprach er vom Mond, der aufgegangen ist, «macht, was ihr wollt, schläft später gut/Vielen herzlichen Dank» heisst es darin, «Tschüss» das letzte Wort. Die Menschen gingen, wohl viele summend, hinaus in die nass-kalte Nacht, es war fast Neumond, kurz nach 23 Uhr.
Ein Zähler hätte bei Grönemeyer wohl zwanzig- oder mehr tausend Schritte angezeigt, fast ständig war er unterwegs, und man fragt sich, wie schafft er das, diese Kondition, diese Energie? Am Abend zuvor war er in München gewesen, am Dienstag ist er in Dortmund, dann in Wien, und immer drei Stunden Voll-Power.
Grönemeyer, im Hallenstadion mit brauner Baggy-Cordhose, weiter Jacke mit zu langen Ärmeln und weissen Sneakers, wird im April 70.
Der deutsche Geschichtenliedererzähler war leidenschaftlich und unermüdlich wie immer, zwischendurch auch selbstironisch, lachte, schrie zu den 12 000 in der Halle stets «Danke schön und vielen Dank und Klasse, Klasse». Seine Lieder sind laut und dann, wenn er am Klavier sitzt, zuletzt mit einem Glas Bier, mit der Gitarre oder Ukulele auch wieder leise, manchmal intim, mit viel Liebe und Gefühl.
Er zeigt Haltung, redet und singt vom Hass in unserer Gesellschaft, fordert «keinen Millimeter nach rechts» und sagt, 25 Prozent der Deutschen, bei den Schweizern wisse er es nicht genau, hätten Migrationshintergrund, «sie stabilisieren unser Land und tun uns gut», man müsse die Demokratie verteidigen und so lange «bis die letzten Rassisten in ihren Löchern verschwinden».
«Mensch», Grönemeyer und Publikum-Chor
Neben seiner Band, die seit Jahrzehnten die gleiche ist, sind bei dieser «Mittendrin-akkustisch-Tour» weitere Musikerinnen und Musiker dabei, fünf Streicher und auch ein 20-köpfiger Chor, alle schwarz gekleidet – aber der ganz grosse Chor ist bei ihm das Publikum. «Wenn ich live singe», so Grönemeyer, «dann muss ich ehrlich zugeben, weiss ich manchmal nicht mehr, was da jetzt kommt und dann warte ich, bis das Publikum singt, und dann singe ich ganz kurz hinterher». Er vertone keine Texte, sondern er würde Musik vertexten, schrieb jemand, nur bei einem einzigen von den 33 Liedern am Sonntagabend seien zuerst die Worte da gewesen, sagte Grönemeyer.
Aber die Texte sind eben auch immer wieder typisch-schön-Grönemeyer, wie dieser bei seinem Lied «Sekundenglück»
«Und du denkst, dein Herz schwappt dir über/
Fühlst dich vom Sentiment überschwemmt/
Es sind die einzigartigen Tausendstel-Momente/
Das ist, was man Sekundenglück nennt»
Oder im Lied «Dort und hier», wo er textet:
«Die Nacht schluckt jedes schwere Gewicht/
Und nimmt den Tag aus der Pflicht/
Der Mond steht steil und tut wieder nichts/
Ich schliess die Augen und denk an dich»
Es war auch am 15. nochmals wie Valentinstag,
Nächste musikalische Lesungen:
1. März, 11 Uhr Immobilienwerkstatt, Küsnacht
Anmeldungen (es hat noch 8 Plätze):
fredy.wettstein@gmail.com
23. Mai, 18 Uhr, Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten
Anmeldungen:
Wer nachher Essen mag (sehr zu empfehlen)
Meine Webseite
zum Blog, mit immer
wieder neuen Fotos und Tipps
Den Blog «Wieder im Auge»
kostenlos abonnieren oder
auf Facebook folgen und lesen. 



Kommentare
Kommentar veröffentlichen