Brief an Magnin
Blog Nr. 452
Lieber Ludovic Magnin
Ich schaue diese Fotos an. Und denke: Es ist eine Frechheit, dass man Sie beim FC Basel nicht mehr will.
Es sind Augenblicke an diesem frühen Sonntagabend. Die Klub-Verantwortlichen, die im Letzigrund oben auf der Tribüne sassen, wussten in diesem Moment bereits, dass Sie entlassen werden. Sie hätten auch 7:0 gewinnen können, es hätte nichts geändert.
Sie gewannen gegen den FCZ 4:3 nach einem Spiel mit tausend Emotionen und ständigen Wendungen.
Sie sagten vor dem Spiel, Sie würden keine Zeitungen lesen, sonst würden Sie krank werden; Sie schmunzelten dabei, das wunderbare Magnin-Schmunzeln, Sie wippten mit Ihrem Körper, und Sie waren wie immer, obwohl Sie vielleicht ahnten, was passieren wird, unabhängig davon, was jetzt im Spiel passiert. Und dann litten Sie, bangten Sie, hofften Sie, schrien, gestikulierten, jammerten, fluchten, bebten, fieberten, 94 Minuten lang – und zuletzt jubelten Sie, ausgelassen, hemmungslos, überbordend, mit ausgestreckten Armen und Händen, mit weit aufgerissenem Mund, hüpften und tanzten, rot-blau im Glück und Magnin im Glück.
So sind Sie. Manchmal wie ein Kind, aber vor allem eines: ehrlich in den Gefühlen, mit den Worten, mit den Gesten. Sie sagen, was Sie denken, Sie verstecken sich nie, Sie scheuen keine Frage, Sie sind fast nie diplomatisch, nie berechnend, immer sich selbst, stets authentisch.
Sie sind, wie Sie immer waren. Als Spieler schon und jetzt als Trainer.
Und Sie sind vor allem auch eines: Immer auch witzig, immer mit einem Lächeln, auch wenn Sie innerlich vielleicht nicht lachen mögen, immer positiv.
Sie fehlen jetzt. Der Fussball ohne Sie ist noch ernsthafter, als er sonst schon gemacht wird.
Ich bin Zürcher und mit dem Fussball-Herzen mehr Berner, der Klub in Basel ist mir nicht nahe. Aber mit Ihnen kamen Gefühle auf, nicht wegen dem Klub, wegen Ihnen.
Ich hoffe, ein neuer Klub denkt an Sie. Mir ist gleichgültig, wie dieser Klub heisst. Der Fussball braucht Sie, den Trainer Magnin, den Menschen Magnin. Sein Schmunzeln und Lächeln.
Ihr Fredy Wettstein
Ich schaue diese Fotos an. Und denke: Es ist eine Frechheit, dass man Sie beim FC Basel nicht mehr will.
Es sind Augenblicke an diesem frühen Sonntagabend. Die Klub-Verantwortlichen, die im Letzigrund oben auf der Tribüne sassen, wussten in diesem Moment bereits, dass Sie entlassen werden. Sie hätten auch 7:0 gewinnen können, es hätte nichts geändert.
Sie gewannen gegen den FCZ 4:3 nach einem Spiel mit tausend Emotionen und ständigen Wendungen.
Sie sagten vor dem Spiel, Sie würden keine Zeitungen lesen, sonst würden Sie krank werden; Sie schmunzelten dabei, das wunderbare Magnin-Schmunzeln, Sie wippten mit Ihrem Körper, und Sie waren wie immer, obwohl Sie vielleicht ahnten, was passieren wird, unabhängig davon, was jetzt im Spiel passiert. Und dann litten Sie, bangten Sie, hofften Sie, schrien, gestikulierten, jammerten, fluchten, bebten, fieberten, 94 Minuten lang – und zuletzt jubelten Sie, ausgelassen, hemmungslos, überbordend, mit ausgestreckten Armen und Händen, mit weit aufgerissenem Mund, hüpften und tanzten, rot-blau im Glück und Magnin im Glück.
So sind Sie. Manchmal wie ein Kind, aber vor allem eines: ehrlich in den Gefühlen, mit den Worten, mit den Gesten. Sie sagen, was Sie denken, Sie verstecken sich nie, Sie scheuen keine Frage, Sie sind fast nie diplomatisch, nie berechnend, immer sich selbst, stets authentisch.
Sie sind, wie Sie immer waren. Als Spieler schon und jetzt als Trainer.
Und Sie sind vor allem auch eines: Immer auch witzig, immer mit einem Lächeln, auch wenn Sie innerlich vielleicht nicht lachen mögen, immer positiv.
Sie fehlen jetzt. Der Fussball ohne Sie ist noch ernsthafter, als er sonst schon gemacht wird.
Ich bin Zürcher und mit dem Fussball-Herzen mehr Berner, der Klub in Basel ist mir nicht nahe. Aber mit Ihnen kamen Gefühle auf, nicht wegen dem Klub, wegen Ihnen.
Ich hoffe, ein neuer Klub denkt an Sie. Mir ist gleichgültig, wie dieser Klub heisst. Der Fussball braucht Sie, den Trainer Magnin, den Menschen Magnin. Sein Schmunzeln und Lächeln.
Ihr Fredy Wettstein
Nächste musikalische Lesungen:
1. März, 11 Uhr Immobilienwerkstatt, Küsnacht
Anmeldungen:
fredy.wettstein@gmail.com
23. Mai, 18 Uhr, Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten
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