Mehr Clowns
Blog-Nr. 420
Die Welt bräuchte mehr Clowns, echte. Und die hätten viele Preise verdient, auch solche für den Frieden.
In den dunklen Wolken am Himmel hat es sanft blaue Lücken. Aber ein Gewitter komme, sagen sie am Radio.
Der selbsternannte Friedensstifter sagte, seine Gespräche mit dem Kriegstreiber, den er aber nicht als solchen sieht, und dem im diesmal korrekten Anzug, der mitschuldig sei an allem, seien erfolgreich gewesen, und jetzt sei es besser, diese beiden würden sich treffen, erstmals ohne ihn. Er wolle abwarten, wie das Gespräch verlaufe.
Und die Schweiz lässt verlauten, sie sei bereit für ein Treffen in Genf, und Kriegstreiber Putin würde trotz einem internationalen Haftbefehl Immunität bekommen. Und der in Budapest, der sich mit den zwei anderen, die sich auf dem roten Teppich begegnet waren, gut versteht und sich ebenfalls gerne als Friedensstifter auf der grossen Bühne sieht, sei auch bereit.
An diesem Samstag wird es am Himmel einen Schwarzen Mond geben, alle 33 Monate passiert das, und es sei, sagen Astrologen, die beste Zeit, sich Ziele und Absichten zu setzen und Träume zu verwirklichen.
Bitte! Diese Welt braucht mehr Clowns. Solche, die uns zum Lachen bringen.
Die Wolken am Himmel sind aber inzwischen fast schwarz.
Und für einen Kriegstreiber gibt es einen roten Teppich.
In einer Todesanzeige des kürzlich verstorbenen Werbers Hermann Strittmatter steht: «Alles, was derzeit überall geschieht, kann ja gar nicht wahr sein.» Es war eine von Strittis Schlagzeilen.
Zwei Gläser mit rosigem Inhalt im Abendrot. Und jetzt dunkle Wolken am Himmel.
Einer hatte für den anderen einen sehr langen roten Teppich ausgelegt, und sie begrüssten sich und strahlten wie beste Freunde. Der eine will den Friedensnobelpreis und findet, er habe ihn mehr als verdient, und in der Schweiz schreibt jemand im Editorial seines Magazins bewundernd, er sei ein Friedensmacher; und der andere hat vor dreieinhalb Jahren ein Land überfallen und sagt, wo ein Soldat seines Landes seinen Fuss hinsetze, gehöre dieses Land ihm, dem Kriegsverbrecher.
Und während die beiden miteinander reden und sich freundschaftlich zulächeln, lässt der eine weiter Bomben werfen und Land zerstören und Menschen töten. Und fragt seinen Freund beim Abschied: «Nächstes Mal in Moskau?», und der lächelt stolz.
Das Boulevardblatt titelt online, der Bund warne vor einer Regenwalze in mehreren Regionen. Die Wolken am Himmel sind noch dunkler.
Und zwei Tage nach dem roten Teppich empfängt der, der den Friedensnobelpreis will und zwischendurch wieder Golf gespielt hat, einen anderen, einen, den er ein paar Monate zuvor am gleichen Ort gedemütigt, gemobbt und rausgeworfen hatte, und jetzt macht er zur Begrüssung die Faust, legt seine Hand väterlich um dessen Schulter und lobt ihn für seine Kleidung, ein schwarzes Sakko und ein schwarzes Hemd zu schwarzer Hose trägt er jetzt, nicht mehr seine Militäruniform mit einem olivgrünen Pullover.
Und er, der sich als Friedensstifter sieht und als Boss der ganzen Welt, empfängt auch kurzfristig zu ihm geflogene europäische Regierungschefs, und einen lobt er für dessen Bräune im Gesicht, dieser ist von seinen Sommerferien am Tegernsee angereist, es ist echte Bräune im Gegensatz zu dem, dessen Bräune er nicht beim Golfspielen holt und farblich seinen Haaren angepasst ist. Stolz steht er später beim Familienfoto in der Mitte.
Swiss lanciert die First-Class-Suiten, die Kabine wird zu einem Schlafzimmer, Büro oder Meetingraum, und wenn man im neuen Airbus A350 zu dem drüben fliegen will, muss man wohl ungefähr 30 000 Franken zahlen.
In einer Zeitung steht geschrieben, die Europäer hätten mit ihrem gemeinsamen Auftritt bei dem mit der roten Krawatte (und manchmal roten Kappe) alles daran gesetzt, dass es keine Zirkusnummer bleibe. So schwer es auch falle. Der Clown im Weissen Haus müsse ernst genommen werden.
Eigentlich ist es eine Frechheit, diesen als Clown zu bezeichnen.
Einer hatte für den anderen einen sehr langen roten Teppich ausgelegt, und sie begrüssten sich und strahlten wie beste Freunde. Der eine will den Friedensnobelpreis und findet, er habe ihn mehr als verdient, und in der Schweiz schreibt jemand im Editorial seines Magazins bewundernd, er sei ein Friedensmacher; und der andere hat vor dreieinhalb Jahren ein Land überfallen und sagt, wo ein Soldat seines Landes seinen Fuss hinsetze, gehöre dieses Land ihm, dem Kriegsverbrecher.
Und während die beiden miteinander reden und sich freundschaftlich zulächeln, lässt der eine weiter Bomben werfen und Land zerstören und Menschen töten. Und fragt seinen Freund beim Abschied: «Nächstes Mal in Moskau?», und der lächelt stolz.
Das Boulevardblatt titelt online, der Bund warne vor einer Regenwalze in mehreren Regionen. Die Wolken am Himmel sind noch dunkler.
Und zwei Tage nach dem roten Teppich empfängt der, der den Friedensnobelpreis will und zwischendurch wieder Golf gespielt hat, einen anderen, einen, den er ein paar Monate zuvor am gleichen Ort gedemütigt, gemobbt und rausgeworfen hatte, und jetzt macht er zur Begrüssung die Faust, legt seine Hand väterlich um dessen Schulter und lobt ihn für seine Kleidung, ein schwarzes Sakko und ein schwarzes Hemd zu schwarzer Hose trägt er jetzt, nicht mehr seine Militäruniform mit einem olivgrünen Pullover.
Und er, der sich als Friedensstifter sieht und als Boss der ganzen Welt, empfängt auch kurzfristig zu ihm geflogene europäische Regierungschefs, und einen lobt er für dessen Bräune im Gesicht, dieser ist von seinen Sommerferien am Tegernsee angereist, es ist echte Bräune im Gegensatz zu dem, dessen Bräune er nicht beim Golfspielen holt und farblich seinen Haaren angepasst ist. Stolz steht er später beim Familienfoto in der Mitte.
Swiss lanciert die First-Class-Suiten, die Kabine wird zu einem Schlafzimmer, Büro oder Meetingraum, und wenn man im neuen Airbus A350 zu dem drüben fliegen will, muss man wohl ungefähr 30 000 Franken zahlen.
In einer Zeitung steht geschrieben, die Europäer hätten mit ihrem gemeinsamen Auftritt bei dem mit der roten Krawatte (und manchmal roten Kappe) alles daran gesetzt, dass es keine Zirkusnummer bleibe. So schwer es auch falle. Der Clown im Weissen Haus müsse ernst genommen werden.
Eigentlich ist es eine Frechheit, diesen als Clown zu bezeichnen.
Die Welt bräuchte mehr Clowns, echte. Und die hätten viele Preise verdient, auch solche für den Frieden.
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Roter Teppich für den Kriegstreiber |
In den dunklen Wolken am Himmel hat es sanft blaue Lücken. Aber ein Gewitter komme, sagen sie am Radio.
Der selbsternannte Friedensstifter sagte, seine Gespräche mit dem Kriegstreiber, den er aber nicht als solchen sieht, und dem im diesmal korrekten Anzug, der mitschuldig sei an allem, seien erfolgreich gewesen, und jetzt sei es besser, diese beiden würden sich treffen, erstmals ohne ihn. Er wolle abwarten, wie das Gespräch verlaufe.
Und die Schweiz lässt verlauten, sie sei bereit für ein Treffen in Genf, und Kriegstreiber Putin würde trotz einem internationalen Haftbefehl Immunität bekommen. Und der in Budapest, der sich mit den zwei anderen, die sich auf dem roten Teppich begegnet waren, gut versteht und sich ebenfalls gerne als Friedensstifter auf der grossen Bühne sieht, sei auch bereit.
An diesem Samstag wird es am Himmel einen Schwarzen Mond geben, alle 33 Monate passiert das, und es sei, sagen Astrologen, die beste Zeit, sich Ziele und Absichten zu setzen und Träume zu verwirklichen.
Bitte! Diese Welt braucht mehr Clowns. Solche, die uns zum Lachen bringen.
Die Wolken am Himmel sind aber inzwischen fast schwarz.
Und für einen Kriegstreiber gibt es einen roten Teppich.
In einer Todesanzeige des kürzlich verstorbenen Werbers Hermann Strittmatter steht: «Alles, was derzeit überall geschieht, kann ja gar nicht wahr sein.» Es war eine von Strittis Schlagzeilen.
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