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Es werden Posts vom Dezember, 2025 angezeigt.

Das war's

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  Blog-Nr. 445 Ein Bild und ein Text  – zu jedem Monat im 2025 1. Januar . Der Blick auf das neue Jahr, auf 2025, diesmal auf 2500 Meter über Meer, im Engadin, auf Muottas Muragl . Die Weite. Das Unbekannte. Das Unberührte. Und, auch, ja: Die Sehnsucht. Tags zuvor war es noch grau und düster gewesen, vielleicht waren es auch nur die Gedanken zurück auf das vergangene Jahr, manches war nicht gut, nicht schön – abschliessen damit, zuletzt sich fast gesehnt danach, dass es vorbei ist, etwas Neues soll beginnen dürfen. Und jetzt: Die Sonne, das Licht, die Hoffnung, der Wunsch. Wie immer, am ersten Tag des neuen Jahres. Es soll besser werden, oft sagen wir es, wir nehmen es uns auch vor, es besser zu machen. Es liegt ja auch an uns. Wir sollten es auch am zweiten Tag nicht vergessen. Bis zum 365. Tag nicht. 25. Februar . Noch einmal ihn sehen, ihn, den alle «Büeli» rufen, Andres Ambühl . Wie er über das Eishockeyfeld flitzt und schwebt mit seinen schnellen Beinen, die nie müde werd...

Schweigen

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Diese Einleitung zu meinem nächsten Blog, der ein Gedicht ist, nicht weihnachtlich oder nur ein wenig, ist es mir wichtig zu schreiben. In eigener Sache, was irgendwie immer eine komische Formulierung ist. Aber es muss sein. Kürzlich sagte jemand, ich würde nicht reagieren auf eine Bemerkung zu einem Text; ich sagte, ich hätte nichts erhalten. Sah in meinem Blogger-Programm nach, klickte auf ein File – und, oh schreck, gegen 200 Kommentare aus den letzten zwei Jahren leuchteten auf. Ich hatte etwas nicht aktiviert, und so blieben sie versteckt irgendwo im Netz. Wie ärgerlich.  Jede Bemerkung, ob lobend oder kritisch, soll beantwortet sein. Ich schwieg, weil ich nichts sah. Einige Nachrichten, sah ich jetzt, kamen «Anonym», so lautet wenigstens der Absender, weil, auch das habe ich erst jetzt erfahren, im Mail-Programm diese Möglichkeit besteht, und es technisch offenbar einfacher ist, etwas zu schreiben. «Anonym» hätte ich auch nicht anonym beantworten können. Aber vielen Dank alle...

Elber der Cowboy

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Blog-Nr. 443 So schön, dieses Bild in dieser Zeit, in der es zum Fussball andere Bilder gibt, widerliche-erbärmliche-skandalöse-peinliche, von zwei Narzissten, die sich als Best Friends bezeichnen, der eine dem anderen unterwürfig ist, und die sich in ihren Welten als Könige sehen. Aber eben, es gibt auch dieses schöne Bild und die schöne Geschichte dazu kürzlich im «Spiegel». Giovane Elber als Cowboy, im Sattel reitend auf einem Pferd im hellblauen Westernhemd, hellbraune Jeans und mit Sonnenhut, die Zügel lässig in der rechten Hand, die andere mit gespreizten Fingern in der Luft, ein Messer im Gürtel, er treibt wohl eine Herde vor sich her, blau ist der Himmel über seiner Rinderfarm. Elber? Elber, der Fussballer, einst einer der besten Stürmer der Welt, Brasilianer. Und dazu diese Erinnerung. Es war im Sommer 1991, ein lauer Dienstagabend im alten, ach so schönen, ehrwürdigen Hardturmstadion, der Rasen, wie immer in den Sommermonaten, ganz frisch, fast unberührt noch. Wir, vom FC T...

«Danke, Sven!»

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Blog-Nr 442 Sven Hotz ist tot. Am Sonntagabend ist der ehemalige Präsident des FC Zürich nach langer Krankheit in einem Heim friedlich eingeschlafen, mit 96 Jahren, er litt zuletzt auch an Demenz, erkannte nicht einmal mehr seine engsten Familienangehörigen. Viele Bilder und Erinnerungen kommen in den Kopf. Wie Sven Hotz auf der Tribüne des Letzigrunds sitzt, auf seinem Platz, die Arme verschränkt oder dann immer wieder seine Fingernägel kauend, die Lippen zusammengepresst, die Miene versteinert, sein Blick starr, seine Frau Ruth, mit der er 66 Jahre verheiratet war, still daneben. Manchmal nimmt sie liebevoll seine Hand, wenn er wieder einmal leidet mit seinem FCZ, seinem Klub, seiner Liebe. Bis der FCZ unter ihm Erfolge feiern konnte, dauerte es lange, er litt viele Jahre.  Wie er, im Mai 2000, es war ein kalter Sonntag, d er FCZ hatte in Bern gegen Lausanne im Elfmeterschiessen den Cupfinal gewonnen, mit seiner Familie zurück nach Zürich gefahren war, hinter dem Letzigrund auf...

Rot und blau

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Blog-Nr. 441 Zwei Farben Rot und Blau* sie stehen dafür Rot  für Liebe Blau für Harmonie Zwei Farben Rot und Blau sie stehen auch dafür seit Jahrzehnten schon wir wussten immer wohin Zwei Farben Rot und Blau das eine oder das andere eine Entscheidung war es dort oder dorthin Zwei Farben Rot und Blau sie standen für etwas im Tiefenbrunnen damals wir warteten auf sie Zwei Farben Rot und Blau einst war es so sie kamen immer jetzt bald nicht mehr Zwei Farben Rot und Blau Rot für den Letzigrund Blau für den Hardturm Rot für den FCZ, Blau für GC Zwei Farben Rot und Blau die Welt ist durcheinander auch im Seefeld Eine letzte Träne Für zwei Trams. 6.12.25/fw Erklärung: Am 14. Dezember kommt es zum grössten Fahrplanwechsel in der Geschichte der VBZ. Durchs Seefeld fahren ab dann die Trams Nummer 11 und 15. Vom Bahnhof Tiefenbrunnen aus fährt kein Tram mehr direkt zum Letzigrund oder, sollte das Stadion je stehen ..., Hardturm.  *Und diese Anmerkung: Violett oder doch Blau? In einer ers...

«Imagine» am Klavier

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Blog-Nr. 440  Musikalische Lesung, 30.  November in Küsnacht Fotos Dieter Seeger Ich sah kürzlich auf einem deutschen Fernsehsender einen Talk mit Herbert Grönemeyer. Er erzählte, wie zu Beginn seiner Karriere in Berlin einmal nur 2 Leute in einem Saal für 1000 sassen und in München nur 10. «Ich war relativ erfolglos», sagte er, seine Plattenfirma kündigte dann den Vertrag, sein nächstes Album, «Bochum», machte ihn aber zum Star. Ich hatte im Kopf, dass mir Pippo Pollina einmal erzählte, wie er mit seinem klapprigen roten Opel auf Tournee war, er war noch kaum bekannt, kurz zuvor noch als Strassenmusiker unterwegs gewesen. Und dann betrat er in Grenoble das Lokal, und in der ersten Reihe sass ein Mann, «je suis le spectateur», sagte dieser, er lachte, Pippo lachte, und Pippo spielte zwei Stunden für seinen einzigen Zuhörer, der spectateur applaudierte nach jedem Lied. Ich träumte in der letzten Woche und bin dann schweissgebadet aufgewacht. Der Lautsprecher funktionierte nicht...